Forum Alte Post
Kulturzentrum

Umbau / Sanierung

2009 - 2013

Bauort:

Poststraße, 66953 Pirmasens

Bauherr:

Stadt Pirmasens

Leistungen:

Objektplanung LPH 1-9


Historische Fassade
Historische Fassade
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Das Gebäude wurde als königlich-bayerisches Postamt wurde im Jahre 1893 erbaut und steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Nach langjährigem Leerstand fanden ab dem Jahr 2000 Bemühungen statt das Gebäude zu revitalisieren. In einem Architekturwettbewerb und danach in verschiedenen Arbeitskreisen wurden Ideen gesammelt, welche jedoch letztendlich nicht umgesetzt wurden.

Erst im Jahre 2005 begannen erste Umbauarbeiten und eine Teilnutzung des Gebäudes. Hierbei wurden zwei Aufzüge eingebaut, der große Saal unterkellert zur späteren Aufnahme von Haustechnik, die Fenster und Türen erneuert sowie das Dach in Teilen komplett neu aufgebaut bzw. saniert.

Im Jahr 2007 entwicklete man schließlich ein Gesamtkonzept zur künftigen Nutzung als Kulturforum, es wurde eine Finanzierung aufgestellt, diese bestand zu 80% aus Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz sowie 20% Eigenanteil durch die Stadt Pirmasens, welche durch ein für kulturelle gewidmetes Sondervermögen der Witwe Elisabeth Hoffmann dargestellt wurde.

Im Jahr 2009 begannen schließlich die Arbeiten zur Umsetzung des neuen Gesamtkonzeptes. Neben statischen Ertüchtigungen und der Sanierung der historischen Fassade wurde ein zweigeschossiger Glasanbau auf der Gebäuderückseite angebaut, welcher eine Treppenanlage zur Erschließung der beiden Seitenflügel auf zwei Geschossen ermöglichte und zudem als 2. Rettungsweg dient.

Der große Saal ist das Herzstück des Gebäudes und hat eine Raumhöhe von fast 11 Metern. Die neuen ca. 8 Meter hohen Bogenportale aus lassen viel Tageslicht in den Raum strömen. Der "Elisabeth Hoffmann"-Saal gennante Raum steht für für Veranstaltungen zur Verfügung und ist flexibel einrichtbar. Die beiden Seitenflügel beherbergen Ausstellungsflächen, im Kellergeschoss sind Haustechnik, Lagerräume und sanitäre Anlagen untergebracht. Das Gebäude ist barrierefrei.

Federführend in der Entwicklung des Gesamtkonzeptes war Innenarchitekt Prof. Rudolf Schricker aus Stuttgart, gemeinsam mit Architektin Tina-Müller Einfalt (Stadt Pirmasens, Projektsteuerung).

Der Posthof besteht aus gepflasterten und begrünten bzw. mit Glasgranulat gefüllten Flächen, zum Haupteingang führt neben einer Treppenanlage eine barrierefreie Rampe hinauf, der Zugang zum Glasanbau ist ebenerdig hergestellt. Für die Planung und Gestaltung der Außenanlage zeichnet Landschaftsarchitekt André Jankwitz (Stadt Pirmasens - Garten- und Friedhofsamt) verantwortlich.

Mitten im Posthof wurde ein Technikgebäude errichtet. Hinter dessen gebogener Sichtbetonwand fand ein Lüftungsgerät Platz, dieses wurde seitlich und oben mit Alulamellen eingehaust. Mittig in der gebogenen Betonwand wurde eine Nische errichtet. In dieser ist eine historische Sandstein-Löwengruppe aufgestellt, welche ursprünglich über dem mittleren Torbogen der historischen Fassade aufgestellt war und welche aufwändig restauriert wurde.

Im Jahr 2015 erhielt das Forum Alte Post den Sparkassen-Denkmalpreis 2015

Ebenfalls Im Jahr 2015 nahm das Forum Alte Post am Tag der Architektur Rheinland-Pfalz teil. An zwei Tagen konnten interessierte Besucher das Gebäude besichtigen. In mehreren Führungen erläuterte Architekt Christoph Arnold die historische Baugeschichte des Gebäudes und gab einen Überblick über die durchgeführten Baumaßnahmen der jüngsten Vergangenheit. Für Kinder wurde der Workshop "Kleine Kartonbaumeister" angeboten, in welchem die kleinen Nachwuchs-Architekten/innen Häuser aus Pappe bauen und bemalen durften. Zum Abschluss gab es ein Diplom.


Links

Sparkassen-Denkmalpreis 2015 - Übersicht der Preisträger

Dokumentation des Sparkassen-Denkmalpreises (pdf, ca. 9MB)

Tag der Architektur 2015 in der Pirmasenser Zeitung

Forum Alte Post am Tag der Architektur auf der Homepage der Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Das Forum Alte Post auf Competitionline (Sparkassen Denkmalpreis 2015)



Foto-Impressionen Tag der Architektur 2015
















  Fotos: arnold + partner | architekten und Aviva Klingel




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